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Association de Lutte contre la Spondylarthrite ankylosante et les Spondylarthrites Associées

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Chronisch entzündliche Darmerkrankungen:
Ein Wechselspiel zwischen Körper und Psyche

Veröffentlichung am 27. Oktober 2010 - online am 8. Mai 2011

Laut Österreichischem Bundesinstitut für Gesundheit leiden bis zu 80.000 Österreicher an „chronisch entzündlichen Darmerkrankungen“ (CED) wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa. Frauen und Männer sind annähernd gleich häufig betroffen, der Erkrankungsbeginn liegt meist im dritten Lebensjahrzehnt, ein zweiter Erkrankungsgipfel zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr. Aber auch Kinder können schon von CED betroffen sein. „Unbehandelt können diese chronisch fortschreitenden organischen Erkrankungen zu hohen psychischen und körperlichen Belastungen führen“ , warnt OA Dr. Thomas Haas , Internist an der Univ.-Klinik für Innere Medizin I in Salzburg. Allein in den vergangenen 15 Jahren ist die Zahl der stationären Patienten um 270 Prozent angestiegen. Dennoch werden „chronisch entzündliche Darmerkrankungen“ oft erst spät entdeckt und eine frühzeitige Therapie wird somit unmöglich gemacht.


Die Leitsymptome der CED sind:
• Durchfälle – bis zu 10 mal und mehr pro Tag
• Bauchschmerzen
• Blutbeimengungen im Stuhl und
• speziell beim Morbus Crohn das Auftreten von Fisteln (eitrige Verbindungsgänge vom Darm zu
anderen Organen wie Haut, Blase, anderen Darmabschnitten, Scheide).
Auch außerhalb des Darms können Entzündungen auftreten, etwa an der Haut, an Gelenken oder an den Augen.

CED sind lebenslängliche Erkrankungen, sie verlaufen meist schubförmig, die Abstände zwischen den Schüben können allerdings unterschiedlich groß sein und u.U. mehrere Jahre betragen. Da die Beschwerden oft als sehr beschämend erlebt werden, ziehen sich die Betroffenen zurück oder werden ausgegrenzt, wenn sie von ihrer Erkrankung berichten. Probleme in Familie und Beruf sind die Folge, die Lebensqualität nimmt deutlich ab. Durch die häufige Stuhlfrequenz wird der Alltag immer schlechter zu bewältigen, die Aktivitäten oft nach der unmittelbaren Verfügbarkeit von Toiletten geplant.

Die Ursachen

Die Ursache der CED ist bis heute unbekannt, man kennt allerdings mittlerweile den Ablauf der Entzündung in der Darmschleimhaut sehr genau. In der Entstehung der Entzündungsreaktion spielen vermutlich Bakterien (-bestandteile) eine Rolle, aber auch Einflüsse von Ernährung und Stress werden diskutiert. Eine Heilung von Morbus Crohn und Colitis ulcerosa ist bisher nicht möglich, das Ziel ist möglichst Beschwerdefreiheit und damit die Verbesserung der Lebensqualität. Dr. Haas empfiehlt: „Um dieses Ziel zu erreichen, stehen verschiedene entzündungshemmende Medikamente zur Verfügung. Auch eine Umstellung der Lebensführung hinsichtlich Ernährung, körperlicher Aktivität und Rauchen kann einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung leisten ebenso wie ein veränderter Umgang mit beruflicher oder privater Überforderung oder Stress.“

Checklist


Weitere Informationen und eine kostenlose Broschüre sind bei der Initiative Gesunder Darm erhältlich:

Tel.: 0676/84 10 86 34 oder e-mail: kontakt@gesunderdarm.at . www.gesunderdarm.at .

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Psoriasis – heute bereits gut behandelbar

Veröffentlichung am 121. April 2011 - online am 8. Mai 2011

Neues Therapiekonzept schafft rasch Abhilfe bei Schuppenflechte auf der Kopfhaut

Psoriasis (Schuppenflechte) ist eine chronisch entzündliche Hauterkrankung, die ein bis drei Prozent der Bevölkerung betrifft. Mit einem breiten Spektrum an lokalen und systemischen Therapien gelingt es mittlerweile, 95 Prozent der Betroffenen von ihren Symptomen und Beschwerden zu befreien. Für die Kopfhautpsoriasis erweist sich ein neues, topisch anzuwendendes Gel als besonders gut wirksam und auch bei Langzeitanwendung hervorragend verträglich.

Typisch für die Erkrankung sind stark schuppende, punktförmige bis handtellergroße Hautstellen (häufig an den Knien, Ellenbogen und der Kopfhaut) sowie Veränderungen an den Nägeln. Der Schweregrad kann mittels Psoriasis Activity and Severity Index (PASI) angegeben werden. Von mittelgradiger Psoriasis spricht man ab einem PASI=10 - das bedeutet, dass meist mindestens zehn Prozent der Körperoberfläche von Hautveränderungen betroffen sind. Dies ist bei etwa 10 bis 20 Prozent der PatientInnen der Fall.

Viele mögliche Auslöser

"Psoriasis eine multifaktorielle Erkrankung, die individuell unterschiedlich und nicht vorhersehbar verläuft", erklärt Univ.-Prof. Dr. Peter Wolf, Universitätsklinik für Dermatologie und Venerologie, Universitätsklinikum - LKH Graz. Die Neigung zu Psoriasis ist genetisch determiniert, eine Vielzahl von Einflussfaktoren kommt als Auslöser in Frage: von mechanischen Reizen, übermäßiger Sonneneinstrahlung über psychische Faktoren wie Stress bis zu verschiedensten Krankheitserregern.

Systemerkrankung

Psoriasis ist nicht nur auf die Haut mit eventueller Gelenksbeteiligung beschränkt, sondern kann nahezu alle Organsysteme betreffen: Negative Auswirkungen sind unter anderem Störungen des Fettstoffwechsels, Gefäßveränderungen (v.a. Arteriosklerose der Koronararterien), metabolisches Syndrom, Lebererkrankungen. Derzeit wird angenommen, dass für diese systemischen Veränderungen die Freisetzung von Entzündungsfaktoren wie TNF-alpha, Interleukinen etc. verantwortlich ist.

Breites Therapiespektrum

Die Erkrankung ist derzeit noch nicht heilbar. Bei Ausschöpfung aller heute zur Verfügung stehenden Therapiemöglichkeiten ist bei bis zu 95 Prozent der PatientInnen eine symptomatische Beschwerdefreiheit erreichbar.

Lokale Behandlung für leichte Formen

Leichte Formen der Psoriasis sind in der Regel mit topischen Therapien gut behandelbar. In 90 Prozent der Fälle werden Präparate mit Kortison oder Vitamin D3 oder deren Kombination eingesetzt. "Bei einem hohen Prozentsatz der Psoriasis-PatientInnen findet sich auch eine Beteiligung der Kopfhaut mit weißlicher, großer Schuppung und entzündlichen Plaques an Haaransatz, Nacken, Stirn und der Hautbereich hinter den Ohren", erklärt Priv.-Doz. Dr. Paul Sator, Oberarzt an der Dermatologischen Abteilung im Krankenhaus Hietzing. Herkömmliche Lokaltherapien sind aufgrund ihrer Galenik für die Anwendung auf der behaarten Kopfhaut weniger geeignet. Eine eigens für Kopfhautpsoriasis entwickelte Kombination von Kortison (Betamethason) und Vitamin D3 (Calcipotriol) zeichnet sich durch eine ausgezeichnete Wirksamkeit und hervorragende Langzeitverträglichkeit aus. "Die Kombinationstherapie scheint einen Schutzeffekt gegen kortisonbedingte Nebenwirkungen mit einer gegenüber den Einzelsubstanzen additiven Wirksamkeit zu vereinen", betont Univ.-Prof. Wolf.

Systemische Therapie für mittelschwere bis schwere Formen

Die systemischen Therapieoptionen umfassen Lichttherapien (UVB und PUVA), traditionelle Medikamente wie Cyclosporin A, Fumarsäure, Methotrexat und Retinoide, aber auch die modernen Biologika wie TNF-alpha-Antagonisten und anti-IL-12/23 Antikörper. Je nach individuellem Verlauf werden die Präparate als Dauertherapie oder mit behandlungsfreien Intervallen verabreicht.

Begleitende Maßnahmen

Nahrungsergänzungsmittel mit Omega-3-Fettsäuren, Zink, Vitamin C können zu Linderung beitragen. Generelle Diäten machen wenig Sinn. Priv.-Doz. Sator: "Wenn PatientInnen jedoch beobachten, dass gewisse Nahrungsmittel eine Verschlechterung bewirken, sollten diese möglichst vom Speisezettel gestrichen werden." Auch komplementärmedizinische Ansätze wie etwa Chinesische Medizin etc. haben ihre Berechtigung. Daneben sind stressreduzierende Maßnahmen sinnvoll und förderlich.

Selbsthilfegruppe PSO-Austria

Die Selbsthilfegruppe PSO-Austria hilft Betroffenen durch Informationen über die Krankheit und ihre Behandlungsmöglichkeiten und bietet Möglichkeiten zum gegenseitigen Austausch. Kontaktmöglichkeiten für PatientInnen bestehen per Telefon oder E-Mail oder persönlich an den Vereinsabenden (jeden 1. Mittwoch im Monat). Der Verein wurde 1981 gegründet und verfügt über ein Anwesen an der Alten Donau, das PsoriatikerInnen in den Sommermonaten als zum Baden und gegenseitigem Informationsaustausch offen steht.

Info-Tipps:

Informationen über die Schuppenflechte bzw. Psoriasis und die Kontaktdaten des Vereins und Selbsthilfegruppe der PsoriatikerInnen Österreichs finden sich im Internet:

http://www.pso-austria.org , Hotline 0664/73 11 19 91

Infos zu Kopfhaut-Psoriasis und Behandlungsmethoden:

http://www.xamiol.de , http://www.psorinfo.de

Weitere Infos und kostenlose Broschüren sind erhältlich bei der:

Initiative Gesunde Haut Tel. 0664/425 00 54 (Mo-Do, 12-17 Uhr)

Fotocredit für Psoriasis-Fotolia-Bild: ©Farina3000/fotolia.com

 

Allgemeine Quelle : Hennrich PR - Agentur für Gesundheit und Kommunikation - Bergmillergasse 6/Top 35 - 1140 Wien

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